Veranstaltungen

2019 - Die Zukunft von gestern heute (19.7. um 20 Uhr) eine schwere-lose Einführung in den Retrofuturismus

von und mit: Hans-Jürgen Lenhart & Jürgen Weiß

Heute blicken wir - von gestern aus - in die Zukunft des Jahres 2019. Wie das?

Fasziniert, Prognosen von gestern zu lesen über eine Zukunft, in der wir heute leben, beamen die beiden retrofuturistischen Zukunftsforscher Hans-Jürgen Lenhart & Jürgen Weiß vergessene Visionen aus dem Mondstaub der Archive in unsere heutige Zeit. So huldigten sie dem britischen Schriftsteller Arthur C. Clarke, der unter anderem die Story zum berühmten Science-Fiction-Filmklassiker "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick schrieb. Im Jahr 1986 veröffentlichte Clarke, ein Visionär neuer Techniken, sein Buch: "2019-07-20: Ein Tag im 21. Jahrhundert".

Der Titel ist kein Zufall: am 20. Juli 2019 feiern wir das 50jährige Jubiläum der ersten Landung von Menschen auf dem Mond; ein Datum, das damals den Aufbruch der Menschheit in die Zukunft symbolisierte. Dementsprechend ist Clarkes Buch auch ein sehr optimistisches Buch, das die Möglichkeiten der Zukunftstechnik zum Wohle der Menschheit preist. Bei der Lesung von Lenhart & Weiß wurden zielsicher Episoden aus Clarkes Buch heraus gelasert, die außer größtem Erstaunen gar manche Lacher auslösen dürften. Unbeeindruckt vom aktuellen Rummel um den 50. Geburtstag des ersten Mannes im Mond, behielten die beiden Zukunftsforscher Kurs und Überblick. Entwicklungen, die Clarke unter den Teppich kehrte, seien es Terrorismus oder Klimakatastrophe, erfuhren eine kritische Würdigung. Auch andere Science-Fiction-begeisterte Autoren kamen zu Wort und weitere Verrücktheiten an historischen Prognosen über das unvorstellbare Leben in der Zukunft von 2019 wurden aus der Versenkung grauer Vorzeit ins grelle Licht von heute gezerrt.

Eine psychologische Betreuung nach der Lesung wurde angeboten.

Rosemarie Lewandrowski & Miroslava Seidel:
Terra magica (15.06. - 03.08.2019)

Die Künstlerinnen präsentieren in ihrer neuen Sammlung von Gemälden und Fotografien ihre Ansichten auf Naturwelt, jede von ihnen auf ihre einzigartige Weise. Zur natürlichen Schönheit fügen sie persönliche Erlebnisse und Gefühle der Realität hinzu, wodurch ihre Werke ein Duktus der Emotionalität, Suggestivität und des Mysteriums erhalten. Sie zeigen ruhige Wassertiefen, funkelnde Blitze natürlicher Farben, weiche Dünste um die Hügel herum und bizarre Felslandschaften. Sie bringen uns einen stillen, schweigenden Frieden, aber auch eine dynamische, energetische Spannung, die über uns, um uns herum und in uns besteht. Sie bieten uns die Reflexion des umliegenden Naturraums in einem größeren Blickwinkel und in den Details, die sie mit künstlerischen Mitteln verstärken. Gleichzeitig erinnern sie uns an die magische Schönheit der Erde, die wir oft im Alltag vergessen. Und das ist für uns bereichernd und inspirierend. 

Sabine Pabst: Andere Welten (30.03. - 18.05.2019)

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen..." , genauso ist es der Erlenseer Künstlerin ergangen, als sie im Herbst letzten Jahres die Länder Vietnam und Kambodscha durchquerte. Und ihre Art zu erzählen sind Bilder und Installationen.

"Ich war nach dieser Reise voll von Eindrücken, Farben, Gerüchen und Motiven und wusste erst gar nicht, wo ich anfangen sollte." Für Sabine Pabst waren diese Länder tatsächlich andere Welten und jeder, der schon mal in dieser Gegend war, wird dies nachvollziehen können.

Gemeinschaftsausstellung: Illusionen (09.02. - 23.03.2019)

Passend zum Jahresbeginn, wenn üblicherweise konkrete Wünsche für das kommende Jahr formuliert werden, beschreiteten die Künstlerinnen in ihrer jeweils künstlerischen Ausdrucksweise neue Welten.
Die Acrylmalereien, Fotografien und Installationen der Künstlerinnen sind vieldeutig, irritierend, rätselhaft. Sie erzählten von Traum und Alptraum, ließen Realität surrealistisch und magisch erscheinen, verwischten spielerisch die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum und scheuten nicht die Desillusionierung.

Gemeinschaftsausstellung: Auszeit (23.11.2018 - 02.02.2019)

Schon gute Tradition ist inzwischen die Gemeinschaftsausstellung im Kunstraum Erlensee zum Ende des Jahres.
Rosemarie Lewandrowski, Sabine Pabst, Corina Redlin, Martina Richsteig-Heitzenröder, Barbara Ritter und Miroslava Seidel näherten sich dem Thema "Auszeit" in ihrer jeweils eigenen Bildsprache.
Die Acrylmalereien, Aquarelle, Fotografien und Installationen der Künstlerinnen erzählten von Reisen in die Stille und in die Ruhe der Natur, vom Eintauchen in andere Welten und von kleinen Fluchten, von den willkommenen oder unfreiwilligen Pausen im Alltag.

Am Tag als Frank Z. in den Grünen Baum kam (2.11.2018) - 

Britta Boerdner liest aus ihrem Roman

Wie ein Blitz schlägt Frank Z., ein Musiker aus Kalifornien, an einem heißen Sommerwochenende des Jahres 1969 in den beschaulichen Ort in der Wetterau ein. Aus der Dorfdisko hört man zwar schon Beatmusik, aber der Alltag in Randstetten ist von den wilden Sechzigern noch weit entfernt. Als der amerikanische Hippie mit seinem VW Käfer wegen einer Panne liegenbleibt, gerät das Leben der Ortsbewohner in Unordnung. In der Pension "Zum Grünen Baum" begegnet er Ev, der siebzehnjährigen Tochter des Hauses. Ev verliebt sich in ihn und eine bislang verschwiegene Geschichte droht sich zu wiederholen. Doch die Veränderungen, die das plötzliche Auftauchen des Amerikaners in Gang gesetzt hat, sind längst nicht mehr aufzuhalten.

Mit sicherem Gespür für Stimmungen und die Seelenzustände ihrer Figuren gelingt es Britta Boerdner, die Atmosphäre der Zeit einzufangen und durch ihre präzise Sprache in flirrendes Schwingen zu bringen. Es geht aber um mehr. Die US-Kultur schwappt in die Provinz am Rande Frankfurts, die Musik vor allem.

"Die junge Generation weiß heute gar nicht mehr, wie prägend die US-Kultur einmal im Rhein-Main-Gebiet war", sagt die 1961 in Fulda geborene Britta Boerdner.
Die gelernte Buchhändlerin und studierte Amerikanistin wuchs selbst in Gelnhausen auf und erfuhr hautnah, wie stark die US-Soldaten das Städtchen prägten. Doch der Roman erzählt keine Idylle, im Gegenteil. Der Fremde aus Amerika, der da mit seinem VW-Käfer in der Wetterau strandet, stößt in der Dorfgemeinschaft auf teils wütende und aggressive Ablehnung. Und da ist die Geschichte plötzlich ganz in der deutschen Gegenwart angekommen.

KUNST ist's wenn... (24.10.2018)

Unter sanfter Obhut von Prof. Dr. Stephan Starischka hatte ein Allerlei-Quartett wesentliche Texte und Meinungen zusammengetragen: recht hemmungslos ging es dabei durch die Kulturgeschichte. Manch Alter Meister wurde entblößt, manch junger Wilder musste sich warm anziehen. Auch Galeristen und Kunstbetrachter bekamen (nicht nur im Beuys´schen Sinne) ihr Fett weg. Da tropfte das Acryl, kochte die Ölfarbe und erstarrte die Plastik.
Anerkannte Sachverständige wie: Arno Schmidt, Frank Wedekind, Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Jürgen Becker und allerlei andere Geistesgrößen kamen zu Wort.
Was also ist "Kunst"? Die Allerlei-Aktivisten lasen und texten, was das Zeug hält und zeigten sich erschreckend unerschrocken.
Doch brauchte das Publikum keine Angst zu haben: das scheinbar unfassbare Thema "Kunst" wurde kontrolliert gebändigt, Kurzweil ging vor Langeweil.

Corina Redlin, Martina Richtsteig-Heitzenröder, Barbara Ritter: 

Was ich liebe (29.9. - 10.11.2018)

Drei Künstlerinnen, drei Sichtweisen, drei Ausdrucksweisen. Allen gemeinsam ist die Inspiration durch die Natur und die virtuose Auseinandersetzung mit der Zeit, die Veränderung des jeweils eigenen Fokus.

Corina Redlin arbeitet mit Übermalungen, transformiert ihre alten Acrylmalereien zu etwas Neuem, ohne den Ursprung zu verleugnen.

Martina Richtsteig- Heitzenröder löst ihre ursprünglichen Bildideen aus dem Zusammenhang heraus und schafft in der Reduktion Acrylmalereien von starker farbiger Intensität.

Barbara Ritters Fotografien zeigen mehrere Ebenen, die fast gleichzeitig aus dem Moment heraus entstehen, erzwungene Mehrfachbelichtungen, ein Spielen mit dem Zufall und der Wahrnehmung.

MitmachKonzert (28.9.2018)

Bereits zum dritten Mal öffnete sich der Kunstraum Erlensee diesem Projekt.

Neu war diesmal der Verzicht auf verstärkte und elektronische Instrumente, gespielt wurde unplugged und handgemacht. Es wurde gemeinsam musiziert und improvisiert.
Im Vordergrund stand dabei der gemeinsame Spaß am Klangerzeugen, die Intuition und das Entdecken neuer Töne, Rhythmen und Melodien.
Das "MitmachKonzert" war offen für jeden; interessierte Akteure könnten eigene akustische Instrumente mitbringen. Man konnte aber auch einfach nur zuhören und den Klängen lauschen.

Leinhart & Weiß: Das Schrägste aus 10 Jahren (24.8.2018)

"Allerlei Kultur Erlensee e.V." feierte mit "Kabarett im Kunstraum" eine kleine Premiere: erstmals nutzte der rührige Kulturverein die im April eröffneten Galerieräume in der Friedrich-Ebert-Str. 7 als kulturelle Bühne. Und geht damit gleich in die Vollen, denn das schräge Duo Lenhart & Weiß ist weder einzig, noch artig, und brav schon mal gar nicht. Die beiden kennen sich aus ihrer Schulzeit im vergangenen Jahrtausend, doch erst in den letzten zehn Jahren wurden sie auch ein künstlerisches Duo. 10 Jahre gemeinsames Bühnenjubiläum: Zeit also für einen Rückblick.
Lenhart & Weiß sind in Erlensee bereits zum dritten Mal Gast von "Allerlei" und tönten stets vor vollem Hause. Dabei kennen sie keine Gnade und setzen das Publikum den unterschiedlichsten Wallungen aus. Doch welch ein Glück: bei allem Un- und Hintersinn überwiegt und siegt das Lachen.
Für den Best-of-Abend erfuhrten viele Text-Hits der zahlreichen gemeinsamen Programme erfrischende Updates, dazu gab es sogar einige Premieren. So hat man die beiden also noch nicht erlebt.
Das Spektrum reichte von witziger Sprachakrobatik über logische Verwirrspiele bis zu grotesken Satiren. Märchen wurden auf den Kopf gestellt, Texte durch den stilistischen Fleischwolf gedreht und es wurde auch gesungen, dass die Scheiben zitterten. Als Höhepunkt wurde die Begeisterung für den deutschen Fußball nach dem WM-Debakel neu erweckt und alles radikal anders gemacht.

Sommerloch im Kunstraum (11.8. - 22.9.2018)

Die Kunst kennt kein Sommerloch. Während allerorten Ferienstimmung und Müßiggang in schier endloser Hitze die Sommerwochen prägten, waren die KünstlerInnen des Kunstraums dem Sommerloch auf der Spur und füllten es auf vielfältige und kreative Weise. In Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation zeigten sie allerlei von heiteren Stimmungen bis zu brennenden Themen.  

Rosemarie Lewandrowski und Miroslava Seidel: 

 Wasser verbindet (9.6.- 4.8.2018)

Wasser ist die Urmutter des Lebens, sie verbindet die Natur mit allen Lebewesen. Sie verbindet auch die Bilder zweier Künstlerinnen in einer gemeinsamen Ausstellung. In ihren fotografischen und malerischen Werken kann man das Wasser in verschiedenen Transformationen und mit farbigen Licht-und Schattenreflexen sehen und fühlen - in mäßig geschwungenen Wellen des Sees, in hohen Meereswellen, in sanften Regentropfen oder im Tau, die auf den Blättern perlt. Beide Künstlerinnen haben das Wasser auf ihre Art und Weise und mit verschiedenen Techniken dargestellt. Beide haben es aber sowohl in zarten als auch in dramatischen Ausdrucksformen abgebildet. Ihre Bilder erinnern uns daran, dass Wasser gleichzeitig ein Geschenk und eine Schönheit ist, die das Leben auf der Erde vereinigt.

Die Kunst zieht um - Neue Perspektiven (28.4.2018)

Aufmerksamen Passanten in der Friedrich-Ebert-Straße ist es in den vorgangenen Wochen nicht entgangen: Bunte Umzugskartons in den Schaufenstern der Hausnummer 7 kündeten vom Umzug des Kunstraums aus der Hainstraße ins Ortszentrum von Langendiebach.

Die kreativen Kunsträumer haben die Eröffnung ganz auf ihre künstlerische Art gestalten. So hat es neben der musikalischen Umrahmung durch Hans Fuchs, dem Liedermacher aus Erlensee, noch etwas Besonderes gegeben: In Anlehnung an die bekannten Kulturbeutel von Allerlei Kultur gab es "Kunst an der Tüte". Mit etwas Los-Glück dürften die Gäste ihre Kunst-Tüte nach Hause tragen.

Gleichzeitig war die Eröffnungsparty auch eine Vernissage: "Neue Perspektiven" hieß die Ausstellung der neuen Werke der Kunsträumer. Malerei, Fotografie, Skulptur griffen das Thema von Orts- und Blickwechseln auf. 

Sabine Pabst: Traumwelten (20.01.2018)

Ein Abend voll Träumereien in Bildern von Sabine Pabst.

Inspiriert davon musikalische Phantasien dargeboten von Lothar Kempf mit Gitarre und Gesang.

Mitmachkonzert 3 (6.1.2018)

Unter Anleitung der Musiker Hans-Dieter Schmidt und Bernd Michael Land wird wieder experimentiert und improvisiert. Im Vordergrund stehen dabei stets der gemeinsame Spaß am Klangerzeugen, die Intuition und das Entdecken neuer Töne, Rhythmen und Melodien.

Das Mitmachkonzert ist offen für jeden. Interessierte Akteure bringen bitte eigene akustische Instrumente mit. Man kann aber auch einfach nur zuhören und den Klängen lauschen.

Garten Eden (4.11. - 16.12.2017) 

Die Gemeinschaftsausstellung "Garten Eden" zeigt Bilder, Fotografien und Objekte von Rosemarie Lewandrowski, Sabine Pabst, Martina Richtsteig-Heitzenröder, Corina Redlin, Barbara Ritter, Herbert Rüger und Miroslava Seidel. Der individuelle Blick auf das Thema und die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksweisen versprechen spannende Werke zu erleben.

Mit dieser Gemeinschaftsausstellung beschließt der Kunstraum Erlensee sein erfolgreiches Jahr 2017.

Fesselnde (Ver-)Bindungen (25.08. - 28.09.2017)

Der Erlenseer Herbert Rüger macht hauptsächlich mit Holz-Objekten und Sisalkordel den Gegensatz Zwischen Eingebundensein im positiven Sinn und beengender Verstrickung andererseits zum Thema.

Diese Grundidee zieht sich wie ein roter Faden durch einen Knäuel von Gedankengespinsten. Der Betrachter hängt an einem Objekt, wird zum nächsten gezogen, geführt, verführt. Alles ist verwoben zu einem Geflecht, wie ein Netz, das auffängt, aber auch gefangenhält und in Widersprüche verstrickt. Unsere weltweiten Verknüpfungen sind wirtschaftlich, sozial, politisch und klimatisch sowieso. Wir sind unauflöslich verbunden, verknüpft, verwoben, vernetzt.

Kunstgewächse (18.07.2017)

Als Beitrag zu "Allerlei Gärten in Erlensee" zeigen die KünstlerInnen des Kunstraums Erlensee eine Garteninstallation.  

1000 Autobuse, 1 Knopf (28.04.2017)

Wenn "Allerlei Kultur Erlensee" einlädt und der Panische Poet Hans-Jürgen Lenhart nebst Betreuer Jürgen Weiß im KunstTraum zu Gast sind, treffen Wahn, Witz und Sinn aufeinander.

Die beiden gratulierten mit "1000 Autobusse, 1 Knopf" dem Schriftsteller Raymond Queneau zum 70. Geburtstag seines bahnbrechenden Werks "Stilübungen". Aber, wie so oft, geht es weniger um das Was, als um das Wie. Der Schriftsteller Hans-Jürgen Lenhart hat nun eine Art Fortsetzung geschrieben und neue, oftmals urkomische und verblüffende Möglichkeiten geschaffen.

Rathauskunst (23.04. - Juni 2017)

Kunstraum zu Gast im Rathaus, wir nehmen teil an allerleivier!

Schon eine gute Tradition. In 2017 bereits zum vierten Mal präsentierte "Allerlei Kultur Erlensee e.V." Kunst im Rathaus. Fotografien, Gemälde, Installationen und Skulpturen einheimischer Künstlerinnen und Künstler. "Allerlei" verspricht den Besuchern immer eine breite Palette besonderer Kunstwerke die Etagen des Verwaltungsgebäudes schmücken. 

Kunst und Klang (11.03.2017)

KUNST und KLANG verspricht eine spannende Mischung zwischen HaDi Schmidts elektronischen Sounds und der Musik der Besucher.
Dazu braucht es lediglich ein mitgebrachtes Musikinstrument, offene Ohren und Lust am Experiment.  

Barbara Ritter: Gelb (11.02. - 25.03.2017)

Was passiert, wenn in einem Wort ein einziger Buchstabe verdreht wird? Aus dem Alltag vertraute Dinge, Begriffe und Redewendungen werden durch eine winzige Änderung zu etwas Neuem, sie beginnen ein Eigenleben zu führen, verleiten zum Weiterspielen.
Die Erlenseer Fotografin Barbara Ritter, Kunsträumerin von Beginn an, hat diese Wortspielereien nicht nur mit einem Augenzwinkern fotografisch umgesetzt. Sie zeigt in der aktuellen Ausstellung ihre Bilder zusammen mit Objekten und interaktiven Installationen. Die Gelbangelegenheiten sind Kunst zum Anfassen, Einladung zu weiteren Assoziationen und skurriles Vergnügen.
Wer GELB sehen möchte, den Gelbautomaten bedienen und überhaupt viel Gelb in die Hand nehmen will, ist herzlich dazu eingeladen. Bargelblos glücklich, mit Trinkgelb in der Hand, wird es ein Abend ohne Gelbsorgen, denn über Gelb spricht man nicht. 

Bunt (11.12.2016 - Januar 2017)

Zum Jahresende wird es bunt! Die Künstler und Künstlerinnen des Kunstraums zeigen zum Ende eines erfolgreichen Ausstellungsjahres noch einmal die gesamte bunte Vielfalt ihres kreativen Schaffens. 

Der kleine Grimmling (04.12.2016)

"Der kleine Grimmling" ist ein Märchen für große Träumer von und mit Angelika Mohn. Es entstand nicht durch Zufall in Hanau, der Geburtsstadt der Märchensammler und Sprachforscher Brüder Grimm, die auch immer wache Beobachter der gesellschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit waren.
"Der kleine Grimmling" zeigt den Menschen heute, wo inmitten unserer Lebenswelt Schönheit, Poesie, Wärme und Menschlichkeit zu finden sind und dass es beim Wünschen und Hoffen nicht bleiben muss, denn im Märchen ist alles möglich.

Die musikalische Begleitung der Performance spielt Holger Lützen an der Gitarre.

Miroslava Seidel: Tröpfchen der Stille (05.11. - 09.12.2016)

Miroslava Seidel nimmt das Wasser als eines der Grundelementen wahr, als Grundlage des Lebens, und versucht eine existenzielle und emotionale Bindung des Menschen an Wasser zum Ausdruck zu bringen. In ihren Gemälden und Fotografien wird das Wasser in verschiedenen Formen manifestiert - in seiner materiellen Beschaffenheit, aber auch in seiner Flüchtigkeit, in Ganzheit oder im Detail und in innerer Reaktion eines Menschen aufs Wasser. Wasser ist ständig in Bewegung und doch kann es Entspannung, Ruhe und Eintauchen in eigene stille innere Welt bringen.

Christine Reichelt: Ohne Worte (17.09. - 27.10.2016)

Unter dem Motto O H N E W O R T E präsentiert die Malerin Christine Reichelt neue und bekannte Werke. Gefühle und Ideen aus Erlebten und Entdecktem finden in ihren farbstarken, abstrakten Bildern ihren Ausdruck.

Oft werden Farbspiele aus der Natur, Spiegelungen, Bewegungen experimentell mit dem Fotoapparat eingefangen und in den Bildern verarbeitet. Gefühle und Ideen aus Erlebten und Entdecktem fließen mit ein und finden ihren Ausdruck. Beim Malen lässt sich die Künstlerin intuitiv von ihrem momentanen Impuls leiten. Die dann entstehenden Bilder sind das Ergebnis von Experimenten - und meistens gibt es dazu etwas zu erzählen. Doch eben auch Sprachlosigkeit über aktuellen Themen und Erlebnisse im Alltag lassen neue Gefühle und Verwunderung aufkommen. Aus dieser Sprachlosigkeit heraus ist die Ausstellung O H N E WORTE entstanden.

Musik aus Syrien (02.09.2016)

Der Musiker Wadeh Mashrki aus Syrien spielt Oud und singt Traditionelles und eigene Texte aus seiner Heimat. Begleitet wird er von Wassim Esber auf der Darbuka. Beide flüchteten im vergangenen Jahr aus Damaskus und leben seit 9 Monaten in Erlensee. Sein eigenes Instrument, die Oud, konnte Wadeh Mashrki erst nach vielen Monaten des Wartens wieder in seinen Händen halten. Nach Konzerten in Jena und Schlüchtern bereichert er die kleine musikalische Reihe im Kunstraum um eine weitere Klangfarbe. 

Land & Schmidt (20.08.2016)

Bernd-Michael Land und Hans-Dieter Schmidt, seit Jahren unterwegs mit elektronischer Musik, sind im Kunstraum keine Unbekannten mehr. So konnte man Hans-Dieter Schmidt bereits im November 2015 mit seinem Projekt "Imaginary landscape" im Kunstraum hören.

Beide zusammen spielen auch in der Formation "EK-Lounge", die sie mit anderen Elektronikern 2006 gründeten. Neben Auftritten im Rhein-Main-Gebiet konnte man die "EK-Lounge" auch auf verschiedenen Festivals in Offenbach, Darmstadt, Heidelberg, München und Innsbruck hören.

Am diesen Abend entführen Sie Land & Schmidt im Kunstraum Erlensee in unbekannte Klangwelten. Es erwartet Sie eine Reise durch meditative Landschaften, ungehörte Klänge und expressive Klangfarben.

Corinna Redlin & Martina Richtsteig-Heitzenröder: Etwas bleibt...bleibt etwas? (30.07. - Sept. 2016)

Etwas bleibt...bleibt etwas? Unter diesem Motto präsentieren die beiden Malerinnen Martina Richtsteig-Heitzenröder und Corina Redlin, ihre Werke der Öffentlichkeit.

Ihre Arbeiten sind vielseitig und vielschichtig, wie sie selbst und es zeigt sich in jedem Bild die Handschrift und der Stil der Einzelnen. "In unseren Bildern sehen wir unsere Hoffnungen und Träume, sie spiegeln unsere Seele und die Dinge, die uns wichtig sind.

Beide haben in Seminaren der Künstlerin Brigitte Merz (Künstlervereini-gung "Pupille) ihre Fähigkeiten verfeinert, bzw. ausgebaut und sind "KunstTräumerinnen" von Anfang an.

Kunsthain (29.05.2016)

Als Beitrag zu "Allerlei Gärten in Erlensee" zeigen die KünstlerInnen des Kunstraums Erlensee eine Garteninstallation. Zwischen Kunstrasen und Wildwuchs im Hain lassen viele grüne Daumen und reichlich Kunstdünger allerlei Gewächse sprießen. Hier lässt sich gut eine Rast einlegen auf dem Weg zwischen den vielen Erlenseer Gartenstationen.

Im Kunsthain wird gegärtnert. Morgen von 14 bis 18 Uhr draußen KUNSTGEWÄCHSE und drinnen die aktuellen Bilder der Kunsträumer.

Sabine Pabst: Abschalten und Eintauchen (28.05. - Juli 2016)

"Das Leben hat immer zwei Seiten", so das Motto der Erlenseer Malerin Sabine Pabst. So sieht sie auch ihre Gemälde: Harmonie begegnet Kontrast, Licht folgt Schatten, fast jedes Bild trifft auf sein Gegenüber.

Sabine Pabst malt nicht "nach Stundenplan". Sie greift erst dann zu Pinsel und Palette, wenn ein Motiv inspiriert und zur eigenen Deutung reizt. Sie selbst sieht sich dabei nicht als "Künstlerin", sondern als Malerin, die beim konzentrierten Gestalten und Schaffen ihrer Bilder abschalten und abtauchen kann.

Herbert Rüger: Was soll das? (08.04. - 20.05.2016)

Entwurzeltes Energie-Tonikum auf Erlenseer Abwegen. Was haben 49 Computer-Disketten, eine Flasche "Doppelherz" und die Heckansicht des Erlenseer Stadtbusses gemeinsam? Was verbindet ein Koffer, ein hölzernes Traumfloß und die amerikanische Freiheitsstatue miteinander?

Herbert Rüger, treibt sein schräges Spiel mit Assoziationen von Objekten und Begriffen. Das Betrachten wirft Fragen auf, führt auf falsche Fährten, lockt in Fallen oder eröffnet neue Blickwinkel - so hofft zumindest der Aussteller. Nach dem Rundgang verspricht eine Tombola fragwürdige Gewinne. Was anfangs verwinkelt oder satirisch überspitzt erscheint, ist am Ende nichts als ein Spiegel der oft absurden Realität.

Bei seiner Ausstellung: "Was soll das?" im KunstTRaum Erlensee sorgten die Objekte des erklärten Nicht-Künstlers Herbert Rüger für angeregte Diskussionen beim Publikum.

Der Weck ist das Ziel (26.02.2016)

Wenn "Allerlei Kultur Erlensee" einlädt und der Panische Poet Hans-Jürgen Lenhart nebst Betreuer Jürgen Weiß im KunstTraum zu Gast sind, treffen Wahn, Witz und Sinn aufeinander.

Die "ultimative Ton-, Bild- und Weck-Schau". Man muss dabei auf alles gefasst sein, denn Lenhart ist ein Querdenker und die Mensch gewordene Umsetzung des Seemannsgarns. Reiseberichte titelt man oft und gerne tiefgründig-bedeutsam: z. B. "Der Weg ist das Ziel." Dabei ist doch das Wichtigste beim Reisen, dass man unterwegs immer was zu futtern hat.

Der Mode-Hit der Reiseliteratur, der Jakobsweg, bekommt genauso sein Fett weg wie der Klassik-Star der Reisetagebücher: Johann Wolfgang von Goethe.

Carl Maria von Heddernheim: Verdichtete Gereimtheiten (22.01.2016)

Der ausgesprochen scheue Dichter des Alltäglichen, der sich lieber unter seinem Pseudonym Dieter Kögel in die Öffentlichkeit begibt, und ansonsten das schummrige Licht seiner Schreiboase dem Rampenlicht vorzieht, ist dem Ruf von "Allerlei Kultur Erlensee" gefolgt, um eine Kostprobe seiner weltberühmten Dichtkunst zu präsentieren.

In seiner bescheidenen Art setzte er aus seinem persönlichen Lesesessel, den "Allerlei" unter großem Aufwand herbei geschafft hatte, Wort hinter Wort, Reim auf Reim, um bisweilen mit einem enormen Gefühlsausbruch den Punkt aufs Tüpfelchen zu setzen. Er beherrscht das Metier der alltagstauglichen Gebrauchspoesie wie kein anderer, z.B. wenn er sich und sein in die Jahre gekommenes Publikum, "die Alten", beschreibt mit den treffenden Worten: "Vom Lachen kommen unsere Falten". Führwahr, Goethe wäre auf ihn stolz gewesen, an diesem gelungenen Abend.

Musik für den KunsTraum (15.01.2016)

Unter Anleitung des Musikers Hans-Dieter Schmidt wird zu einzelnen im Kunstraum ausgestellten Bildern musiziert und improvisiert.

Im Vordergrund stehen dabei stets der gemeinsame Spaß am Klanger-zeugen, die Intuition und das Entdecken neuer Töne, Rhythmen und Melodien. Das Mitmachkonzert ist offen für jeden. Es ist ein außergewöhn-liches musikalisches Experiment, verspricht viele interessante Momente.

Barbara Ritter & Rosi Lewandrowski (Januar - 21.02.2016)

Im Fokus der Ausstellung stehen in den nächsten Wochen die Werke von Rosi Lewandrowski und Barbara Ritter.

Zu sehen sind großformatige Acrylmalereien von Rosi Lewandrowski: ...

Die neuen Fotografien von Barbara Ritter "Ungesehen" spielen mit der Wahrnehmung des Sehens. Sie zeigen für das Auge unmöglich zu Schauendes, Scheinbares, Flüchtiges und doch fotografisch genaues Abbild. Die unkontrollierbar in der Kamera entstehenden Bilder faszinieren mit ganz eigener Ästhetik. Außerdem ist Gelegenheit, die absurden Geschichten einer liebenswerten Dame kennenzulernen: " Lisbeth Batz sucht einen Mann", ein Fotoroman in 10 Kapiteln. Die Protagonistin ist anwesend.

Imaginäre Klang-Landschaften (21.11.2015)

Allerlei Kultur Erlensee reist durch imaginäre Klang-Landschaften

Der in Kassel geborene und heute in Langenselbold lebende Pädagoge Hans-Dieter Schmidt ist seit 1986 mit seinem Projekt Imaginary Landscape musikalisch unterwegs. Nun ist der Musiker im Kunstraum zu erleben.

Imaginary Landscape, als Projektname einer Kompositionssammlung des amerikanischen Komponisten John Cage entlehnt, steht für die Verbindung verschiedener Ideen und Ansätze aus den Bereichen Avantgarde, Minimal Music und Ambient. Im Vordergrund steht die Gestaltung einer imaginären Klangwelt mit den Mitteln moderner Elektronik unter Einbeziehung von Granularsynthese und Soundscapes.